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Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) von Essstörungen
Eine psychiatrische Komorbidität (Begleiterkrankung) einer Essstörung kann das Aufgeben des essgestörten Verhaltens so sehr erschweren, dass es für die Betroffenen unmöglich erscheint. Die Esskontrollsymptomatik, aber auch Selbstverletzungen und Substanzmissbrauch, werden in diesen Fällen dazu benutzt und gebraucht, die seelische Grundproblematik zu überdecken und in Schach zu halten, denn diese fühlt sich für die Betroffenen oft noch schlimmer an; sie ist für sie nicht auszuhalten. Die häufigsten Begleiterkrankungen sind:
- Depressionen
- Angststörungen
- Substanzmissbrauch
- Zwangsstörungen
- Persönlichkeitsstörungen, besonders auch Borderline-Persönlichkeitsstörungen mit
- Selbstverletzungen und eine
- ADHS -Problematik (AufmerksamkeitsDefizitHyperaktivitätsSyndrom), auch im Erwachsenenalter
Essstörung und Komorbidität beeinflussen sich wechselseitig. Geben Patienten das eine auf, können sich die Symptome auf das andere verschieben. Deshalb ist ein spezifisches therapeutisches Setting notwendig, das umfassend Halt und Struktur gibt; eine auf die Krankheit besonders ausgerichtete stationäre Therapie mit der Möglichkeit der Aufsicht bis hin zur Ganztagsbegleitung und mit der Möglichkeit, ggf. spezifische medikamentöse Hilfe zu nutzen.
